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Quelle: Getty

In den Medien
Carnegie Europe

Russland hat sich aus Europa verabschiedet

Die zunehmende Aggression Russlands nach außen, die Repression im Inneren und jetzt die Ermordung Nemzows haben wachsende Distanz zwischen Russland und Europa geschaffen.

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Von Ulrich Speck
Veröffentlicht am 11. März 2015

Source: Neue Zürcher Zeitung

Wer die Ermordung des prominenten Putin-Kritikers Boris Nemzow anordnete, werden wir wohl nie erfahren. Dass Putin die Ermittlungen persönlich leiten will, macht die Untersuchung vollends zur Farce. Westliche Regierungen und die Öffentlichkeit werden den Schluss ziehen, dass das russische Regime entweder direkt verantwortlich ist für den Auftragsmord oder doch zumindest für die Schaffung einer Atmosphäre, die die Erschiessung Nemzows in unmittelbarer Nähe des Kreml ermöglichte. Damit sinkt die Temperatur im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen um ein paar weitere Grade – in Richtung Eiszeit.

Von der Vision eines «gemeinsamen europäischen Hauses», die seit dem Ende des Kalten Krieges die Beziehungen zwischen der EU und Russland inspirierte, ist mittlerweile nichts mehr übrig geblieben. Die wachsende Repression im Inneren, die fehlende Bereitschaft, die Wirtschaft zu modernisieren, und schliesslich die ebenso zunehmende Aggression Russlands nach aussen, die im Krieg gegen die Ukraine ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hat, haben wachsende Distanz zwischen Russland und Europa geschaffen. Mit Nemzows Ermordung dürfte alle noch verbliebene Hoffnung begraben werden, Russland und Europa könnten, solange Putin regiert, jemals wieder Partner werden.

Den vollständigen Text dieses Artikels können Sie in der Neuen Zürcher Zeitung lesen.

Über den Autor

Ulrich Speck

Gastwissenschaftler, Carnegie Europe

Speck war Gastwissenschaftler bei Carnegie Europe. Seine Forschung konzentriertete sich auf die EU-Außenpolitik und die strategische Rolle Europas in einem veränderten globalen Umfeld.

Ulrich Speck
Gastwissenschaftler, Carnegie Europe

Carnegie nimmt keine institutionellen Positionen zu Fragen der öffentlichen Politik ein; die hier vertretenen Ansichten sind die der Autor(en) und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten von Carnegie, seiner Mitarbeiter oder seiner Treuhänder wider.

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